Filmkritik zu Germanikus

Von Hermann zu Germanikus

Long story short: versiffter und fauler Germane wird aus seinem heimischen Dorf nach Rom verschleppt und auf weiteren Umwegen zum Kaiser gekrönt.

Die ersten fünf Minuten lassen noch auf etwas Gutes hoffen. Mit intelligentem Witz führt Polt die Zuschauer in seinen germanischen Traum ein. Ab dem ersten Auftreten der restlichen Crew hört es allerdings auf lustig zu sein. Die Nachsynchronisation von einigen Charakteren, so nötig sie vielleicht auch war, hätte nicht schlechter umgesetzt werden können. Mal abgesehen vom schauspielerischen Talent von nicht gerade wenigen der Beteiligten.

Die Idiotie dieses Filmes schreit einfach nur zum Himmel. Wenige Lacher - und damit sind wirklich WENIGE gemeint - haben ihren Platz und ihre Berechtigung. Die dämlichsten Szenen kommen ab der Hälfte bis zum Schluss vor und reißen die gesamte Story, die ja an sich schon schlecht aufgebaut ist, noch einmal so richtig in die Tiefe. Das Niveau ist wirklich unterirdisch. Um für Kinder geeignet zu sein, ist der Film zu unverständlich, um für ältere Zuschauer interessant zu sein, fehlt es an allen Ecken und Enden an Sinnhaftigkeit des Handlungsverlaufs.

Ständig fragt man sich, was die Autoren geschluckt haben, als sie das Drehbuch schrieben. Ebenso hat man ein riesiges Fragezeichen über dem Kopf zu schwirren, wenn man der Frage nachgeht, wie man so viele der momentan aktuellsten, deutschen Comedians für diesen Film gewinnen konnte. Vielleicht liest sich das Drehbuch ja besser, als es letztendlich umgesetzt wurde, wer weiß..

"Der arme Filmfernseh Fonds Bayern und andere, die ihr Geld in den Film gepumpt haben", kann man dazu nur noch anmerken. Und hoffen, dass so ein Film den Zuschauern nie wieder angetan wird und der deutsche Film in seiner Entstehung endlich ernster genommen wird, denn gekostet hat "Germanikus" mit Sicherheit eine Menge.

Fazit
Für keinen Menschen geeignet, nur für solche, die ihre Lebenszeit möglichst sinnlos vergeuden möchten, oder Filmstudenten, die die schlechtesten Werke des deutschen Kinos analysieren müssen. Man kann jedoch nur hoffen, dass sich niemand mehr diesen Film anschaut, um weiterhin solche Fehlproduktionen zu verhindern. /ww

alle Bilder © Constantin


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:Germanikus
Land/Jahr:Deutschland 2004
Genre:Komödie
Regie:Hanns Christian Müller
Drehbuch:Gerhard Polt, Franco Ferrini, Hans Weth, Hanns Christian Müller
Musik:Hanns Christian Müller
Studio:Constantin
Länge:79 min.
Deutschlandstart:25.03.2004

Produkte

Schauspieler und Rollen

Gerhard Polt Gerhard Polt
als "Germanikus"
Gisela Schneeberger Gisela Schneeberger
als "Tusnelda"
Rufus Beck Rufus Beck
als "Präfekt"
Anke Engelke Anke Engelke
als "Frau Senator"
Irm Hermann Irm Hermann
als "Germanikus' Mutter"
Hilmi Sözer Hilmi Sözer
als "Römischer Sklavenjäger"

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