Filmkritik zu Krieg der Welten

Krieg der Welten Krieg der Welten Krieg der Welten
Größte Vernichtung der Geschichte

Ray, ein durchschnittlicher Arbeiter Amerika's hat schon genug Probleme mit seiner zerfallenden Familie. Seine Ex-Frau hat einen neuen Mann und ist schwanger und seine Kinder Robbie und Ratchel respektieren ihn nicht mehr. Dabei ist das gar nich mal unberechtigt. Als ihre Mutter die Kinder am Wochenende zu ihm bringt lässt er sie erst warten und dann haut er sich auch noch lieber ins Bett, als den Kindern etwas zu essen zu machen. Doch plötzlich verdunkelt sich der Himmel und nach einer Weile schlagen eine Reihe Blitze immer in die selbe Stelle ein. Die Stromversorgung bricht zusammen und die Schaulustigen versammeln sich an der Stelle, wo der Blitz einschlug. Nach wenigen Minuten bebt die Erde und aus dem Boden erhebt sich eine riesige dreibeinige Maschine. Die größte Massenvernichtung der Geschichte kann beginnen und unter den Flüchtenden sind Ray, Ratchel und Robbie.

Krieg der Fehler

Der Anfang des Films ist sehr gut gemacht. Nach dem Auftauchen des ersten Dreibeiners ist die Atmosphäre perfekt. Die Aussichtslosigkeit und Verwirrung der Protagonisten mit einem düsteren Hintergrund kommt gut zum tragen und auch die Spannung erreicht ihren Höhepunkt. Wie geht es nun weiter? Doch ab da fällt das Niveau des Films. Logikfehler treten nicht nur vereinzelt sondern sehr oft auf. Wieso kann ein Schaulustiger mit seiner DigiCam das Spektakel filmen obwohl alle anderen elektronischen Geräte durch die EMPs zur Funktionslosigkeit verdammten?

Das Ray der einzige Mensch ist, der herausfindet, dass man ein Auto wieder zum laufen bringt, indem man den Magnetschalter wechselt, ist sehr unwahrscheinlich, doch trotzdem befinden sich die Hauptfiguren bald im einzigen funktionierenden Auto der ganzen USA, von den Panzern und Army Trucks mal abgesehen. Auch als sie mit ihrem Auto durch eine Meute von Menschen einer auto-losen Stadt müssen und überrumpelt werden, brennen nebenbei noch die Laternen...

Die Schauspieler leisten ganz gute Arbeit. An der Spitze befinden sich Tim Robbins, Tom Cruise und Dakota Fanning. Obwohl das ewige Gekreische von der kleinen Ratchel mit der Zeit ganz schön nerven kann, zeigt sie mit ihren durchdringenden Augen dem Zuschauer ihre Angst sehr realistisch und spielt sonst auch sehr gut. Tom Cruise spielt den hilflosen Arbeiter, der keine Ahnung hat, was er als nächstes tun soll, sehr gut. Jedoch keine Überraschung. Tim Robbin's Figur hat seine gesamte Familie verloren, ist fast verrückt geworden und sinnt nun auf Rache. Auch eine sehr gute Leistung, doch da er durch sein lautes Verhalten Gefahr läuft entdeckt zu werden und für Ray und seine Tochter eine Gefahr ist, wird sich bald jemand um ihn kümmern müssen... Die Figur des Robbie ist jedoch übertrieben amerikanisch patriotisch. Anstatt zu flüchten will er den Aliens die Hölle heiß machen und Rache für sein Land ausüben. Schlimmer gehts nun wirklich nicht.

Nach dem sehr guten Anfang und dem recht guten Verlauf bildet das Ende jedoch den Tiefpunkt des Films. Nachdem der Mythos der Unbesiegbarkeit der Alienmaschinen aufgebaut wurde, kippt Steven Spielberg innerhalb von weniger als 5 Minuten den gesamten Film und lässt die Aliens durch ein paar Bakterien dahinsiechen. Das zieht viele Punkte ab und wird viele Zuschauer abschrecken. Ein Happy End muss natürlich auch da sein und auch wenn es noch weitere Logiklöcher in die Handlung reißt, egal, ein Happy End muss sein! Auch die paar Schlussworte können da nicht mehr viel retten.

Die Special Effects dagegen können sich sehen lassen. Obwohl es nur 500 Shots waren (in Star Wars: Episode 3 waren es 2.300) sind diese sehr gut eingebaut und lassen den Zuschauer staunen. Die Dreibeiner sind sehr gut designed und unterstützen die düstere Stimmung mit ihrem bizarren Aussehen.

Fazit
Ein Film, den man noch viel besser hätte machen können. Die flache Handlung, die vielen Logikfehler und das abrupte Ende brechen dem guten Rest des Films das Genick. /pp

alle Bilder © UIP


Cinefreaks Wertung:


 

Neuigkeiten zum Film

Fakten

Originaltitel:War of the Worlds
Land/Jahr:USA 2005
Genre:Science Fiction
Regie:Steven Spielberg
Drehbuch:David Koepp
Studio:UIP
FSK:
ab 12
Länge:116 min.
Deutschlandstart:29.06.2005
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  
Script zum Film:

Produkte

Schauspieler und Rollen

Tom Cruise Tom Cruise
als "Ray Ferrier"
Dakota Fanning Dakota Fanning
als "Rachel Ferrier"
Tim Robbins Tim Robbins
als "Ogilvy"
Justin Chatwin Justin Chatwin
als "Robbie Ferrier"
Miranda Otto Miranda Otto
als "Mary Ann Ferrier"

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